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Die VUKA-Welt und ihre Paradigmenwechsel

Was bedeutet VUKA genau? Wie hängen Agilitätskonzepte und VUKA-Welt zusammen? Diese Fragen beantwortet Autorin Antje Freyth.
Schnellere Marktprozesse, verändertes Kundenverhalten, exponentieller technischer Wandel, hohe Wettbewerbsintensität, sich schneller ändernde gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen etc. führten in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Veränderung des Unternehmensumfelds. Daraus resultierende Phänomene können mit dem VUKA Akronym beschrieben werden.

Definition VUKA

Die VUKA-Welt ist bestimmt von:

  • V= Volatilität bezieht sich auf die zunehmende Häufigkeit, Geschwindigkeit und das Ausmaß von (meist ungeplanten) Veränderungen
  • U = Unsicherheit bedeutet das generell abnehmende Maß an Vorhersagbarkeit von Ereignissen in unserem privaten und beruflichen Leben
  • K = Komplexität bezieht sich auf die steigende Anzahl von unterschiedlichen Verknüpfungen und Abhängigkeiten, welche viele Themen in unserem Leben undurchschaubar machen
  • A = Ambiguität beschreibt die Mehrdeutigkeit der Faktenlage, die falsche Interpretationen und Entscheidungen wahrscheinlicher macht.

Das Nebeneinander der einzelnen VUKA Elemente Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität (Mehrdeutigkeiten und Widersprüchlichkeiten) ist streng genommen nicht ganz korrekt. Laut Definition ist beispielsweise Volatilität ein Element von Komplexität und Unsicherheit eine Folge von Komplexität und Ambiguitäten. Da das Akronym jedoch die wesentlichen Phänomene unserer Zeit zusammenfasst, ist es inzwischen weit verbreitet.

Was hat zu dieser VUKA-Welt geführt? Was sind die VUKA-Treiber? Hier ein Überblick:

  • Schneller sich ändernde gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen.
  • Beschleunigte Innovationszyklen getrieben vor allem durch Beschleunigung in kommerziellen Marktprozessen und schnellere Kundenadaption. Die beschleunigte Marktdurchdringung lässt Unternehmen weniger Zeit zu reagieren und die Gefahr, aus dem Markt gedrängt zu werden, wächst.
  • Schnellere Marktprozesse (d.h. die Phasen ab der Markteinführung laufen schneller) vor allem aufgrund der besseren Verfügbarkeit von Kapital, Globalisierung (die neue Marktzugänge eröffnet) und des veränderten Kundenverhaltens.
  • Verändertes und instabileres Kundenverhalten: Kunden reagieren immer schneller auf neue Produkte und Services, so dass erfolgreiche neue Angebote immer schneller breite Akzeptanz und Marktdurchdringung finden; Kundenpräferenzen werden innovationsorientierter (Neues scheint attraktiver als Bewährtes) und lassen Unternehmen zunehmend kleinere Windows of Opportunity, um in den Markt zu kommen.
  • Neue Fertigungsverfahren zielen darauf, Produkte noch schneller in den Markt zu bringen, noch stärker kundenindividuell zu gestalten, noch häufiger neue Modelle am Markt zu testen.
  • Exponentieller technischer Wandel / digitale Transformation beschleunigt weiter, denn bei allem Software-basiertem gilt eine „höhere Clock Speed" bzw. Veränderungsrate als im angestammten Geschäft.
  • Der Druck des so genannten „digitalen Darwinismus" zieht auch in traditionelle nicht Software-basierte Unternehmen ein. Neue digital gestützte Plattform-Geschäftsmodelle führen zu monopolisierten „Winner takes it all"-Märkten, in denen später eintretende Unternehmen kaum noch die Chance haben, mit ausreichender Rendite zu agieren.
  • Digitalisierung ist eine Veränderung, die sich exponentiell entwickelt, d.h. nicht-linear, und damit eine besondere Herausforderung für uns Menschen darstellt, da Prognosen immer weniger möglich sind und in Veränderungsprozessen Entscheidungen unter Unsicherheit zur Regel werden.
  • Zunehmend disruptive Veränderungen, denn digitale Transformation bedingt in traditionellen Unternehmen die tiefgreifende, parallele Veränderung vieler Faktoren hin zu einem radikalen Wandel im Geschäftsmodell. Ausgehend von der Kundenschnittstelle pflanzen sich Veränderung in die ganze Wertschöpfungskette fort.
  • Als Folge davon entsteht Komplexität im Wandel durch die gleichzeitige hohe Dynamik, disruptive Veränderungen und den parallelen Wandel verschiedener Parameter (von der Zerstörung vorhandener Wertschöpfungsketten bis zu radikal neuen Geschäftsmodellen).

Die VUKA Welt führt zu verschiedenen Paradigmenwechseln (siehe nachfolgende Abbildung).

Einblick in wesentliche Paradigmenwechsel der VUKA-Welt:

Siehe „Veränderungsintelligenz", S. 342, Springer Gabler Verlag 2017

Diese Paradigmenwechsel erfordern eine Abkehr von bisherigen Denk-/Verhaltensmustern und neue Management- und Führungskonzepte. Denn die sogenannte Pfadabhängigkeit - die Orientierung bei Entscheidungen und im Handeln an Erfahrungen und Erfolgen der Vergangenheit - funktioniert in der VUKA Welt nicht mehr!
Agilitätskonzepte stellen Ansätze für einen erfolgreichen Umgang mit den neuen Paradigmen bereit.

Agilitätskonzepte für einen erfolgreichen Umgang mit den neuen Paradigmen

Vertiefende Informationen finden Sie dazu in unserem aktuellen Buch:

G.H. Baltes, A. Freyth (Hrsg.), Veränderungsintelligenz -
Agiler, innovativer, unternehmerischer den Wandel unserer Zeit meistern
Springer Gabler Verlag 2017 ISBN-13: 978-3658048884

Schlagworte zu diesem Artikel:
Agilität, VUKA, Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Ambiguität, Mehrdeutigkeiten, Widersprüchlichkeiten, Paradigmen, Paradigmenwechsel, traditionelle Muster, agile Muster, Veränderungsintelligenz, Denkmuster, Verhaltensmuster, Pfadabhängigkeit

01.12.2018


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