• Zukunftsfähig mit VERÄNDERUNGSINTELLIGENZ®: agiler - innovativer - unternehmerischer /
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Ambidextrie: die beidhändige Führungskraft

Die beidhändige Organisation erfordert auch beidhändige Führungskräfte. Was sind hier die besonderen Herausforderungen für Führungskräfte? Einen Überblick dazu bietet Autorin Antje Freyth.

Zukunftsfähigkeit mit Ambidextrie sichern

Ambidextrie beschreibt die Herausforderung von traditionellen Unternehmen beides gleichzeitig zu beherrschen: Bestehendes kontinuierlich zu optimieren und immer wieder radikal Neues aufzubauen (z.B. für die digitale Transformation), um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Damit bedarf es auf beiden Seiten der Ambidextrie jeweils unterschiedlicher Erfolgsrezepte. Was auf der einen Seite richtig ist, kann auf der anderen Seite sogar aktiv den Erfolg verhindern.

Kontextbezogene Führung

Daher bedarf es mehr denn je eines kontextbezogenen Arbeitens und Führens. Dies ist ein elementarer Bestandteil des Konzepts der Veränderungsintelligenz. Für Führungskräfte gilt es, den Führungsstil an den effizienz-bezogenen Kontext auf der linken Seite der Ambidextrie und den Innovations-/Agilitäts-bezogenen Kontext auf der rechten Seite der Ambidextrie anzupassen. Besonders groß wird diese Herausforderung, wenn eine Führungskraft in ihrem Verantwortungsbereich beide Seiten der Ambidextrie vereinen muss. Hier benötigt sie neben einem guten Bewusstsein für beide Seiten und die Kenntnis damit verbundenen unterschiedlichen Führungsprinzipien zudem noch eine hohe persönliche Flexibilität, das eigene Verhalten flexibel je nach Kontext variieren zu können.

Unterschiedlicher Fokus in der Führungsrolle
Siehe „Veränderungsintelligenz", S. 411, Springer Gabler Verlag 2017

Erfolgshebel für die beidhändige Führung

Zuallererst ist es ein wesentlicher individueller Erfolgsschlüssel, achtsam wahrzunehmen, in welchem Kontext ich mich gerade bewege.
Darauf aufbauend benötigt eine Führungskraft ein gutes Verständnis der unterschiedlichen Anforderungen und Paradigmen auf beiden Seiten der Ambidextrie sowie daraus abgeleitet gute Kenntnisse der unterschiedlichen erforderlichen Führungsprinzipien.
Damit das kontextbezogene unterschiedliche (und auch teilweise widersprüchlich scheinende) Verhalten der Führungskräfte von den Mitarbeitern schnell als unfähige Sprunghaftigkeit interpretiert wird, ist es sehr wichtig, mit einem aktiven Kommunikationskonzept bei den Mitarbeitern Verständnis für die unterschiedliche Führungsmethodik zu erzeugen.
Wenn ich mich auf beiden Seiten der Ambidextrie zugleich als Führungskraft bewege, ist eine bestimmte Persönlichkeitsdisposition mit beispielsweise hoher Flexibilität oder Ambiguitätstoleranz sinnvoll.
Im Rahmen von passgenauen Stellenbesetzungen empfehlen wir verstärkt die jeweiligen Anforderungen der unterschiedlichen Seiten der Ambidextrie zu beachten. Vor dem Hintergrund der Maxime „Stärken stärken und gezielt nutzen", eignen sich für die Besetzung von Schlüsselpositionen auf der rechten Ambidextrie-Seite beispielsweise im Besonderen Menschen mit einer starken Ausprägung der für die allgemeine Veränderungsbereitschaft förderlichen Merkmale soweit mit einem ausgeprägten agilen Mindset.

Vertiefende Informationen finden Sie dazu in unserem aktuellen Buch:

G.H. Baltes, A. Freyth (Hrsg.), Veränderungsintelligenz -
Agiler, innovativer, unternehmerischer den Wandel unserer Zeit meistern
Springer Gabler Verlag 2017 ISBN-13: 978-3658048884

 

Schlagworte zu diesem Artikel:
Ambidextrie, beidhändige Führung, digitale Transformation, Veränderungsintelligenz, VUKA, Zukunftsfähigkeit, kontextbezogen Führen, Innovation, Flexibilität, variieren, achtsam, Erfolgshebel, Paradigmen, Ambiguitätstoleranz, Passgenauigkeit, Veränderungsbereitschaft, agiles Mindset

10.03.2017


© Veränderungsintelligenz ® GmbH

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